
HD_ED
zentrale
Gutachten für
zuchtrelevante
Skelett-
erkrankungen
Pflicht- und private Gutachten
Dysplasie - Diagnostik - (HD-/ED-Zentrale)
Neben der Untersuchung auf genetisch bedingte Augenerkrankungen gehört auch die zuchtrelevante Röntgendiagnostik genetisch mitbedingter Skeletterkrankungen seit vielen Jahren zu unseren besonderen Schwerpunktgebieten.
Seit über dreißig Jahren verfügen wir in diesem Bereich über umfassende fachliche Expertise und sind als zentrale Auswertungsstelle für die zuchtrelevante Diagnostik der Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogengelenksdysplasie (ED) sowie der OC(D) / Osteochondrose der Schulter tätig.
Im Rahmen dieser Röntgendiagnostik erstellen wir standardisierte Gutachten nach aktuellen fachlichen Standards und den jeweiligen Vorgaben der Zuchtverbände.
Für allgemeine Fragen erreichen Sie uns unter:
Telefon: 04134 / 354

Was ist ein Zucht-screenig?
Das Zuchtscreening dient der röntgenologischen Beurteilung des Skelettsystems im Hinblick auf erblich mitbedingte orthopädische Erkrankungen. Ziel ist es, zuchtrelevante Veränderungen frühzeitig zu erkennen, standardisiert zu dokumentieren und damit eine fundierte Grundlage für züchterische Entscheidungen zu schaffen.
Je nach Vorgabe des jeweiligen Zuchtverbandes umfasst das Screening insbesondere die Beurteilung auf:
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HD – Hüftgelenksdysplasie
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ED – Ellbogengelenksdysplasie
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OC(D) – Osteochondrose / Osteochondrosis dissecans, z. B. der Schulter
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Veränderungen der Wirbelsäule, z. B. Spondylose
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lumbosakrale Übergangswirbel
Die Untersuchung erfolgt anhand standardisierter Röntgenaufnahmen. Dabei werden Lagerung, Bildqualität und die jeweiligen röntgenologischen Befunde nach den Vorgaben des zuständigen Zuchtverbandes berücksichtigt.
Die angefertigten Röntgenaufnahmen werden je nach Verbandsvorgabe entweder direkt beurteilt oder zur offiziellen Auswertung an die zuständige Auswertungsstelle weitergeleitet.
Ablauf der Untersuchung
Zu Beginn erfolgt ein Vorgespräch. Dabei werden offene Fragen geklärt, die mitgebrachten Unterlagen geprüft und der genaue Untersuchungsumfang festgelegt.
Anschließend wird Ihr Hund allgemein untersucht. Insbesondere für die HD-Untersuchung ist in der Regel eine Untersuchung in Sedation bzw. Kurznarkose erforderlich. Dadurch wird eine ausreichende Muskelentspannung erreicht, sodass die Hüftgelenke korrekt und standardisiert gelagert werden können.
Nach Anfertigung der Röntgenaufnahmen wird die Sedation überwacht und bei Bedarf medikamentös wieder aufgehoben.
In der Regel dauert eine vollständige röntgenologische Untersuchung im Rahmen des Zuchtscreenings etwa 30 Minuten.
Welche Dokumente sollte man mitbringen?
Bitte erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Zuchtverein bzw. Zuchtverband, welche Unterlagen für die jeweilige Untersuchung erforderlich sind. Die Bestimmungen können sich von Verband zu Verband unterscheiden.
In der Regel werden benötigt:
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eine eindeutig erkennbare Chipnummer des Hundes
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die Ahnentafel / Abstammungsurkunde
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der offizielle Befund- bzw. Untersuchungsbogen des jeweiligen Zuchtverbandes, auf dem die Röntgenuntersuchung und die Ergebnisse dokumentiert werden
Ohne die erforderlichen Unterlagen kann die Untersuchung unter Umständen nicht vollständig oder nicht offiziell verwertbar durchgeführt werden.
Gutachtertätigkeit und fachliche Beratung
Dr. Alexander Koch ist seit vielen Jahren als zertifizierter Gutachter und Obergutachter der Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren (GRSK e. V.) tätig.
In dieser Funktion beurteilt er Röntgen- und CT-Aufnahmen im Rahmen des zuchtrelevanten Screenings und erstellt Gutachten nach aktuellen veterinärmedizinischen Standards sowie nach den jeweiligen Vorgaben der Zuchtverbände.
Darüber hinaus werden Zweit- und Obergutachten zu bereits vorliegenden Röntgen- und CT-Untersuchungen erstellt.
Ergänzend besteht seit vielen Jahren eine fachlichspezifisch beratende und gutachterliche Tätigkeit für Zuchtvereine, Züchterinnen und Züchter sowie Tierhalterinnen und Tierhalter.
Was ist
Hüftgelenks-dysplasie?
Die Hüftgelenksdysplasie, kurz HD, ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, bei der Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Durch die daraus entstehende Lockerheit und Instabilität im Gelenk kommt es zu einer Fehlbelastung der beteiligten Gelenkstrukturen. Im weiteren Verlauf können sich entzündliche Veränderungen und schließlich eine degenerative Arthrose entwickeln. Betroffene Hunde können je nach Schweregrad Lahmheit, Bewegungsunlust oder eine reduzierte Belastbarkeit zeigen. Nicht jedes Tier mit röntgenologisch nachweisbarer HD entwickelt jedoch klinische Symptome. Die Erkrankung kann grundsätzlich bei allen Hunderassen auftreten. Ihre Entstehung ist multifaktoriell: Neben einer genetischen Veranlagung können auch Umweltfaktoren wie Wachstumsgeschwindigkeit, Ernährung, Körpergewicht und Belastung während der Entwicklung den Schweregrad zusätzlich beeinflussen. Im Rahmen des Zuchtscreenings dient die standardisierte Röntgenuntersuchung der objektiven Beurteilung der Hüftgelenke nach festgelegten Kriterien. Ziel ist es, erblich bedingte Gelenkveränderungen frühzeitig zu erkennen und eine fundierte Grundlage für züchterische Entscheidungen zu schaffen.
Was ist
Ellbogengelenks-dysplasie?
Die Ellbogendysplasie, kurz ED, ist ein Sammelbegriff für verschiedene Entwicklungsstörungen im Bereich des Ellbogengelenks. Dabei können die Gelenkflächen beispielsweise nicht optimal aufeinander abgestimmt sein oder einzelne Knochenanteile sich fehlerhaft entwickeln. Diese Veränderungen führen zu einer ungleichmäßigen Belastung des Gelenks und können frühzeitig entzündliche Reizzustände sowie degenerative Veränderungen bis hin zu einer Arthrose begünstigen. Betroffene Tiere können je nach Schweregrad Lahmheit der Vordergliedmaßen, Steifheit nach dem Aufstehen oder Schmerzen bei Bewegung zeigen. Nicht jedes Tier mit röntgenologisch nachweisbarer ED zeigt jedoch zwingend klinische Symptome. Die Erkrankung kann grundsätzlich bei allen Hunderassen auftreten, wird jedoch besonders häufig bei mittelgroßen, großen und schnell wachsenden Rassen beobachtet. Im Rahmen des Zuchtscreenings dient die standardisierte Röntgenuntersuchung der objektiven Beurteilung der Ellbogengelenke nach festgelegten Kriterien. Ziel ist es, erblich bedingte Gelenkveränderungen röntgenologisch frühzeitig zu erkennen und eine fundierte Grundlage für züchterische Entscheidungen zu schaffen.
Was ist
OCD?
OC(D) steht für Osteochondrose bzw. Osteochondrosis dissecans und betrifft im Rahmen des Zuchtscreenings vor allem das Schultergelenk. Es handelt sich um eine entwicklungsbedingte Störung des Gelenkknorpels beziehungsweise des darunterliegenden Knochens, die insbesondere bei jungen, schnell wachsenden Hunden mittelgroßer bis großer Rassen auftreten kann. Grundsätzlich kann OC(D) jedoch auch bei kleineren Hunderassen vorkommen. Bei der Osteochondrose (OC) kommt es zu einer fehlerhaften Entwicklung bzw. Ausreifung des Gelenkknorpels. Bei der Osteochondrosis dissecans (OCD) kann sich daraus ein teilweise oder vollständig abgelöstes Knorpel- bzw. Knorpel-Knochen-Fragment entwickeln, ein sogenanntes Dissekat. Dieses kann Schmerzen verursachen, die Gelenkbewegung beeinträchtigen und sekundäre Gelenkveränderungen begünstigen. Klinisch zeigen betroffene Hunde häufig eine Lahmheit der Vordergliedmaße, die sich insbesondere nach Belastung verstärken kann. Im Rahmen des Zuchtscreenings können entsprechende Veränderungen jedoch auch bei Tieren festgestellt werden, die zum Untersuchungszeitpunkt keine oder nur geringe klinische Symptome zeigen. Da für OC(D) neben Wachstum, Fütterung und Belastung auch eine genetische bzw. familiäre Prädisposition angenommen wird, hat die röntgenologische Beurteilung der Schultergelenke im Rahmen der Zuchtuntersuchung eine wichtige Bedeutung.
Allgemeine
Hinweise
Die Diagnostik erfolgt anhand von Röntgenbildern, die bei jedem Tierarzt, der über die notwendige Technik verfügt, angefertigt werden können.
Die Röntgenbilder können digital erstellt und online versendet oder herkömmlich als analoges Röntgenbild per Post verschickt werden.
Dazu wird meist ein vereinsinterner Befundbogen ausgefüllt, der per Post an die Auswertungsstelle oder an den zuständigen Ansprechpartner des jeweiligen Zuchtvereins geschickt wird.
Weitere Infos finden Sie auf der Seite des GRSK

Private
Auswertung
Die Befundung von Röntgenbildern im Rahmen der HD-/ED-Diagnostik erfolgt meist offiziell für Zuchtvereine.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer privaten Auswertung für Hunde, die nicht über einen Verein gezüchtet werden.
Möchten Sie ein privates Gutachten erstellen lassen oder haben Sie Fragen dazu, wenden Sie sich bitte per Mail an uns:

